Donnerstag, 6. März 2008

Hirnforschung und das Konzept der Hochbegabung - Drei Hirnforscher und zwei "Ansichten"

Vorwort
Zu Recht wird manchen Neurowissenschaftlern des Öfteren vorgeworfen, dass nur "alter Wein in neuen Schläuchen" präsentiert wird. Und ab und zu sind die Berichte noch enttäuschender oder widersprechen gar Erkenntnissen der psychologischen Forschung......

Der m.E. von Neurowissenschaftlern ins Leben gerufene "Neurohyper" führt zu einer bunten Vielfalt an begründeten und weniger begründeten wissenschaftlichen Annahmen und Ursachenzuschreibungen. Es scheint einfach verführerisch zu sein, das "Neuro"-Label auch zur Untermauerung für eher oberflächliche Betrachtungsweisen eines Gegenstandes zu "verwenden".(Der betörende Nimbus der Neurowissenschaften)

Ein Stück weit amüsiert mich dabei, dass sich hier Neurowissenschaftler mit einem Problem beschäftigen, welches sie meines Erachtens selbst verursacht haben. Sei es, dass das Libet-Experiment als naturwissenschaftlicher Beweis für das Nichtvorhandensein des freien Willens von Neurowissenschaftlern bemüht wird - selbstverständlich ohne vorher den in der Philosophie beheimateten Begriff zu definieren. Oder sei es, dass Neurowissenschaftler sogar Politiker davon überzeugen konnten, ein eigenes "neurowissenschaftliches" Forschungszentrum zu gründen, um endlich die Geheimnisse des Lernens auf naturwissenschaftlicher Basis zu erschließen, ohne im interdisziplinären Sinne, wenigstens bereits vorhandene umfangreiche psychologische Forschungen und Forschungsdesigns in die eigene Forschung mit einzubinden......

Die Hirnforschung feiert weiter "Hochkonjunktur" und daher werden hoch angesehene Wissenschaftler zu Fachexperten auch in Gebieten außerhalb ihrer Spezialisierung.

Leider beschränken sich so befragte Forscher in ihren Aussagen nicht auf ihre Kompetenzgebiete, sondern geben darüber hinaus Urteile ab, welche dann zu einer „Verwässerung“ des tatsächlichen Forschungsstandes führen. Aber warum sollten renommierte Wissenschaftler gut bezahlte Vorträge absagen, nur weil das gefragte Thema nicht zum eigenen "Spezialgebiet" gehört und sich die Veranstalter doch gerne mit einem "berühmten" Namen "schmücken"?


Das Hochbegabungskonzept von Gerhard Roth

Ohne die hohen Verdienste und Qualifikationen von Prof. Dr. Dr.Gerhard Roth in Abrede stellen zu wollen (er hat Musikwissenschaft, Germanistik, Philosophie und im Zweitstudium Biologie mit der Spezialisierung „Zoologie“ studiert und zweimal promoviert, habilitiert etc.) , so sind doch seine Aussagen zur „Hochbegabung und Hirnforschung“ eher oberflächlich. Insbesondere macht sich hier seine fachfremde Annäherung an Spezialgebiete der Psychologie bemerkbar. Seine Definition des Intelligenz- und auch Hochbegabungsbegriffes stimmt mit dem unter Wissenschaftlern gefundenen Konsens nicht überein.

Ebenso sind die Kenntnisse und das Wissen über Hochbegabung in der Hirnforschung bei weitem nicht so klar, wie Gerhard Roth dies z.B. in der Sendung „Nano“ (3Sat) und anderen Vorträgen dargestellt hat.

So behauptet er dort, dass die Hochbegabung ausschließlich über den Intelligenzquotienten definiert sei. Auch seine Behauptung. „dass Intelligente das so genannte Arbeitsgedächtnis im Stirnhirn (präfrontaler Cortex), das den "kognitiven Flaschenhals" beim Problemlösen bildet, weniger aufwendig nutzen“ ist bei weitem nicht in dieser Form und Eindeutigkeit von der Hirnforschung bestätigt worden.

Zur Frage, inwieweit Hochbegabung biologisch bedingt sei, vertritt er sogar zwei verschiedene Konzepte:

In der Nano-Sendun(2001) geht Roth noch von einer 50 prozentigen biologischen Bedingtheit der Hochbegabung aus, wozu genetische Faktoren, Einflüsse während der Embryonalzeit, während der Geburt und in den ersten Wochen und Monaten danach gehörten.
(Auch die Forschung zur Intelligenz geht inzwischen allgemein von einer 50-prozentigen biologischen Bedingtheit aus, )
Im Vortrag (2007) vor der Schweizerischen Studienstiftung behauptet Prof. Dr. G.Roth dann aber:"
Die Frage, ob Intelligenz genetisch bedingt oder durch Umwelteinflüsse geprägt werde, könne heute aufgrund zahlreicher Studien beantwortet werden.
So erklärte Roth: «Intelligenz ist zu rund 80 Prozent angeboren.» Leider verzichtet Prof. Dr. Roth auf die Nennung jener Studien, welche seine Feststellung belegen sollen.......

Auch seine Aussage in der geäußerten Einfachheit: „Intelligenz ist messbar“ – ist nicht korrekt, blendet sie doch die Vielfalt an Erscheinungsformen und die Probleme der Messbarkeit völlig aus.

Ebenso die im Vortrag in ihrer Klarheit so geäußerte Feststellung, dass ungefähr 800.000 Menschen hochbegabt seien - ist nur ein reiner Schätzwert (abgeleitet aus einer statistischen Wahrscheinlichkeitsannahme) und nicht - wie die Art und Weise der Darstellung suggerieren möchte - ein tatsächlicher Wert....... So variieren die Angaben über die angebliche Anzahl Hochbegabter je nach Autor: Demnach gibt es in Deutschland zwischen 300.000 bis 2.400.000 Hochbegabte - suche sich jeder die Menge heraus, welche er sich gerade wünscht ;-))
http://www.studienstiftung.ch/d/data/262/Roth_Gehirn_und_Begabung_27062007.pdf


Ein Beispiel fundierter und seriöser Hirnforschung zur Hochbegabung:

Das Hochbegabungskonzept der beiden Hirnforscher Christian Hoppe und Jelena Stojanovic welches im aktuellen Gehirn&Geist-Heft vorgestellt wird, liest sich hier sehr viel differenzierter. Und - wie nicht anders zu erwarten war - sind die vorhandenen Forschungsergebnisse keinesfalls so eindeutig, wie in einfach konzipierten Erklärungskonzepten immer wieder versucht wird, zu vermitteln.

Seit 2006 untersuchen die beiden Jungforscher die aktuelle Forschungslage und betreiben im Auftrag der Karg-Stiftung eigene Forschungen zur Hochbegabung. In ihrem Beitrag stellen sie verschiedene Forschergruppen und ihre zum Teil gegensätzlichen Forschungsergebnisse vor:

Eine ihrer "vorläufigen" Schlussfolgerungen sind, dass Hochbegabte bei geringen kognitiven Ansprüchen auch eine geringere Hirnaktivität aufweisen. Kognitive Herausforderungen würden hingegen mit verstärkter Hirnaktivität beantwortet. Offenbar nutzen Hochbegabte ihre rechte Hirnhälfte intensiver, als normal begabte. (Die rechte Hirnhälfte ist normalerweise immer dann sehr aktiv, wenn Neues gelernt wird. Werden Inhalte zur Routine, dann verlagert sich die Aktivität von der rechten zur linken Hirnhälfte - so der derzeitige Stand der Forschung).

Die Autoren haben zu diesem Phänomen in ihrem Beitrag keine Erklärung hinterlassen. Angesichts dessen, dass der rechten Hirnhälfte die "Erarbeitung neuer Fähigkeiten" zugeschrieben wird, vermute ich:
Möglicherweise sind Hochbegabte geistig grundsätzlich aktiver und verwenden kognitive Herausforderungen um immer wieder an Inhalten weiter zu arbeiten, während der normal Begabte hier den bequemeren Weg sucht: lernen und dann ab in die Routine (d.h. bei normal Begabten ist die rechte Hemisphäre zunächst aktiv und nachdem das Neue beherrscht wird, braucht nur noch die linke Hemisphäre tätig zu werden).


Christian Hoppe und Jelena Stojanovic kommen nach ihren 2-jährigen Forschungen zu dem Ergebnis, dass Hochbegabung eng mit dem Zusammenwirken von vererbter Begabung und der Nutzung dieser Ressourcen zusammenhängt. Nach dem Motto "ohne Fleiß kein Preis", veranschaulichen sie ihre Auffassung an den Forschungen bei musikalisch Hochbegabten, welche ihre musikalischen Erfolge erst durch den Einsatz mit viel Fleiß und Disziplin erreichen.

In ihrem FAZIT zeigen sie, dass die Forschung letztendlich erst noch in den Anfängen steht und hoffentlich noch einige Ergebnisse mehr zu erwarten sind:
Daher wagen wir an dieser Stelle eine Vorhersage: In fünf Jahren wird sich ein Übersichtsartikel über "Gehirn und Begabung" auch und besonders mit Erkenntnissen über Motivationsprozesse bei Hochleistenden, deren Formbarkeit durch Training und soziale eiflüsse sowie deren genetische Grundlagen beschäftigen.(Gehirn & Geist 3/2008, S. 56)
Mein FAZIT:
Die Leser dürfen weiter gespannt sein, welche Forschungsergebnisse Christian Hoppe und Jelena Stojanovic uns noch weiter präsentieren werden. Ihre kritische Analyse der bisherigen Forschungen lässt hoffen, dass wir hier weiterhin ernstzunehmende und wissenschaftlich fundierte Ergebnisse - ohne plumpe Vereinfachungen und Schönfärbereien - erwarten können.

Weiterführende Links:

Hochbegabung aus pädagogisch-psychologischer Sicht:
Was ist Hochbegabung? Hochbegabung ist das, was Wissenschaftler definieren....

Intelligenzbegriff und Intelligenzforschung
Erläuterung zum Intelligenzbegriff und Intelligenzforschung
Über Intelligenz - PDF-Datei

Karg-Stiftung und Webseiten zur Hochbegabung:
Wer wir sind - die Köpfe hinter der AG Hochbegabung
Alles in einem Rutsch als PDF-Dokument: hier!
Bericht über die neurowissenschaftliche Literatur zu "Hochbegabung und Gehirn"

Hirnforscher und Hochbegabung:
Webseite von Haier mit PDF-Downloads zu seinen Forschungen
Forschungsgruppe Jeremy Gray
PDF-Dateien auf Webseite zum freien Download

Dienstag, 4. März 2008

Etwas wahrnehmen oder nicht wahrnehmen? Wie erzeugt unser Gehirn "Bewusstsein"?

Das Wachkoma (-> Spektrum der Wissenschaft 3/2008) ist für Außenstehende unheimlich und faszinierend zugleich. Und die "Erscheinungsformen" eines Wachkomas sind keinesfalls so einheitlich, wie der Name suggeriert oder suggerieren möchte. Rein medizinisch gesehen wurde zwischenzeitlich - wie bei vielen anderen Krankheitsformen im Sinne der "evidenzbasierten" Medizin eine "Vereinheitlichung" vorgenommen - in unserer Betrachtung hier bleibt dieser Aspekt außen vor.
(Wer sich für das Wachkoma aus Sicht der Patienten, Angehörigen und Mediziner interessiert: Was würden Sie sich wünschen, wenn Sie im Wachkoma wären?)

Was kann nun die Hirnforschung zum Unterschied zwischen dem Bewusstsein gesunder Menschen und Wachkomapatienten sagen?
Betrachtet man per PET (Positronen-Emissionstomografie) den Energieverbrauch im Gehirn, so sind unter Umständen keine Unterschiede zwischen gesunden Probanden und Wachkomapatienten festzustellen.

Jedoch zeigen bestimmte Hirnareale durchaus Unterschiede: So weisen die so genannten assoziativen Rindengebiete von Stirn- und Scheitellappen große Unterschiede auf. Die Fernverbindungen zwischen den beiden Großhirnhälften scheinen bei Wachkomapatienten stillgelegt zu sein. Davon sind auch die Kontakte zwischen Thalamus und Rindengebiete betroffen.

Wie Steven Laureys in seinem Beitrag allerdings hinweist
"wartet noch viel Forschung auf uns, bis wir sicher feststellen können, ob sich ein Kranker wirklich in einem vegetativen Zustand befindet. Das berührt auch Prognosen und Therapiemaßnahmen."
Dies entspricht auch dem, worauf Prof. Dr. A. Zieger in seinen Beiträgen hinweist.

Hinweise auf den Beitrag von Seven Laureys im Heft "Spektrum der Wissenschaft" und weiterführende Links.
Steven Laureys in Quarks & Co. : Rätsel Wachkoma - Gibt es Spuren von Bewusstsein?




Ein vorläufiges ! FAZIT zur Frage, was "Bewusstsein" ausmachen könnte:

Bewusstsein ist der Zustand des Gehirns, welcher intakte "Fernverbindungen" zwischen Thalamus und Rindengebieten, sowie ein funktionierender Austausch zwischen den beiden Hemisphären voraussetzt.

Zukunftsvision bei Hirnverletzungen?: Nach Gehirnverletzungen: Aus neuralen Stammzellen...Quelle: Bionity.com Biotech News

Mittwoch, 27. Februar 2008

Asiaten sehen die Dinge anders: Hirnfunktionen hängen vom Kulturkreis ab

KulturAsiatenAmerikaner.jpg Dieselben visuellen Wahrnehmungsaufgaben werden bei unterschiedlicher Kulturzugehörigkeit verschieden gelöst. So extrahieren Amerikaner Objekte aus ihrer kontextuellen Abhängigkeit, während Asiaten Objekte in der Gesamtheit ihrer kollektiven und kontextuellen Abhänigkeit wahrnehmen. (Bild von Trey Hadden zum Artikel von Cathryn M. Delude vom McGovern Institute in Cambridge (Kansas))

Diese kulturellen Unterschiede beeinflussen sowohl die Wahrnehmung, als auch die Speicherung von Informationen und sie spiegeln sich in unterschiedlichen Hirnaktivitätsmustern.

Unter der Leitung von John Gabrieli, Professor am McGovern Institut für Hirnforschung beim MIT, wurden 10 Amerikaner und 10 Ostasiaten mittels einer funktionellen Magnet-Resonanz-Tomografie (fMRI) untersucht. Präsentiert werden die Ergebnisse in der Januarausgabe der "Psychological Science".

Den Probanden wurden Objekte gezeigt (von Quadraten umrahmte Linien) und sie sollten die verschiedenen Bilder miteinander vergleichen. Bei gleichen Leistungen zeigten die Probanden je nach Kulturzugehörigkeit unterschiedliche Aktivierungsmuster. Sie testeten zusätzlich die Einstellungen und Werte ihrer Probanden, um die jeweilige kulturelle Identifikation festzustellen. Dabei zeigte sich, dass die Muster der Hirnaktivierung abhängig von der Stärke ihrer kulturellen Identifikation war.

Gabrieli und Koll. führen diese Ergebnisse auf die unterschiedliche Art und Weise, wie die Wahrnehmung in den jeweiligen Kulturen "geschult" werden, zurück.

Anmerkung:
Die unterschiedlichen Wahrnehmungsprozesse könnten auch auf folgenden Sachverhalt zurückzuführen sein:
Zunächst ist die kindliche Wahrnehmung bildhaft geprägt. Im europäischen und amerikanischem Kulturkreis wird die bildliche Wahrnehmungsdominanz durch den Schulbesuch zunehmend abstrakter, so dass die bildliche Wahrnehmungsfähigkeit leidet und Menschen dieses Kulturkreises für visuelle Wahrnehmungsaufgaben mehr Hirnkapazitäten aufwenden müssen.
Im asiatischen Kulturkreis wird die bildhafte Wahrnehmung auch nach der Einschulung durch ihre bildliche Schriftsprache weiter trainiert. Dies könnte zusätzlich erklären, warum die Asiaten insgesamt weniger starke Hirnaktivitäten bei den o.g. Aufgaben zeigten.


Hintergründe:

Wahrnehmungspsychologen und Neurowissenschaftler vertreten die Auffassung, dass Wahrnehmung einerseits angeboren und andererseits durch Lernprozesse geprägt und verändert wird. In diesem Falle ging es lediglich um die Wahrnehmung von Zeichen, d.h. Quadraten mit eingezeichneten Linienstrukturen. Die Studie bezog sich ausschließlich auf diese Form der Wahrnehmung. Man weiß von Kleinkindern, dass sie bildhaft denken und dass das bildhafte Denken nach Schuleintritt zunehmend "zeichenorientiert" wird. Sie lernen das ABC, die Buchstaben symbolisieren Laute. Asiaten hingegen "schreiben" in einer Bildersprache. Diese Schrift ist entstanden aus "Bildern" der entsprechenden Objekte. Es wird nun davon ausgegangen, da die Bildersprache bei Asiaten auch nach Schuleintritt durch die "Bilder-Schriftzeichen" weiter intensiv geübt wird, dass deren Bildwahrnehmung dadurch auch nach Schuleintritt genau und präzise bleibt. Die kindliche "Bildvorstellung" muss dort nicht zugunsten einer abstrakten "Zeichensprache" aufgegeben werden, weswegen dann Asiaten in bildbezogenen Tests - wie oben erwähnt - automatisch anders vorgehen und dann auch anders abschneiden als Europäer und Amerikaner. D.h. würde man diesen Test mit Vorschulkindern machen, dürfte es vermutlich kaum zu großen Unterschieden kommen.

Aus meiner Sicht kann und sollte dieses Ergebnis wiederum auch nicht allzusehr verallgemeinert werden, denn es betrifft nur einen kleinen Ausschnitt der gesamten menschlichen Wahrnehmung.....

Montag, 25. Februar 2008

Pressemitteilung: Im Wachkoma? – Oder an der Grenze zum Bewusstsein?

Von neuen Methoden für Hirnaufnahmen erhoffen Mediziner sich zuverlässigere Prognosen
Patienten im Wachkoma sind völlig bewusstlos. Was die Angehörigen oft stark irritiert: Diese Menschen öffnen von selbst die Augen, liegen dann anscheinend wach da, bewegen sich auch manchmal und zeigen sogar Spontanregungen wie Stöhnen, Weinen, Lächeln oder Zähneknirschen. Doch Neurologen finden keinerlei Anzeichen irgendwelcher Hirntätigkeiten in höheren Zentren, die eine – wenn auch noch so geringe – geistige Aktivität vermuten lassen könnten. Demnach werden alle Verhaltensäußerungen eines Wachkomapatienten völlig unbewusst von niederen neuronalen Netzwerken erzeugt.
Fehlende Kommunikation im Gehirn

Allerdings kann der äußere Zustand täuschen. Manche Wachkomapatienten gleiten allmählich in einen Zustand minimalen Bewusstseins, wie die Mediziner sagen. Auch in diesem Zustand können die Patienten nicht Gedanken oder Gefühle ausdrücken oder kommunizieren. Doch unter Umständen erfolgen gelegentlich einige ihrer Bewegungen nicht mehr rein reflexhaft. Einzelne dieser Menschen kommen selbst nach Jahren wieder zu Bewusstsein, während das bei Wachkomapatienten erfahrungsgemäß nicht geschieht. Umso wichtiger ist es, dass Ärzte diesen Zustand zuverlässig diagnostizieren können. Doch das ist bisher auch mit den modernsten Verfahren gar nicht einfach.

Der belgische Neurologe Steven Laureys von der Universität Liège schildert in der März-Ausgabe von „Spektrum der Wissenschaft“ neue Forschungsergebnisse zur Hirnaktivität von Wachkomapatienten und Menschen im Zustand minimalen Bewusstseins. Die neuesten bildgebenden Verfahren lassen teils – etwa bei gezielter Stimulation wie durch einen Schmerzreiz an der Hand – tatsächlich große Unterschiede erkennen. Bei Wachkomapatienten reagieren dann ausschließlich niedere Hirnregionen. Im Zustand eines minimalen Bewusstseins sprechen dagegen auch höhere Gebiete an. So werden manchmal bei einem Hörreiz neuronale Netze der Sprachverarbeitung aktiv – auch wenn man dem Patienten äußerlich nichts anmerkt. Nur im Hirnbild ist deutlich zu erkennen, dass offensichtlich höhere Zentren in gewissen Situationen wieder kommunizieren können.

Laureys beschreibt auch die noch viel schwierigeren Diagnosen bei Wachkomapatienten, die den Zustand minimalen Bewusstseins noch nicht erreicht haben, aber doch einzelne geringe Hirnregungen zeigen – die etwa bei einer vertrauten Stimme oder wenn jemand ihren Namen ruft charakteristische Hirnmuster aufweisen, bei anderen Reizen aber nicht. Allein neurologisch deutet sich dann an, dass dieser Patient das reine Wachkoma vielleicht bald verlassen könnte. Doch Laureys warnt auch vor zu hohen Erwartungen. Nur wenige Betroffene kommen wieder zu einem vollen Bewusstsein. Auch für Wachkomapatienten sind die Aussichten in den ersten Wochen bis Monaten am besten.

Weitere interessante Artikel und Links zum Thema finden Sie unter: http://www.spektrum.de/artikel/940411&_z=798888

Wachkoma: Thema im Märzheft 2008 "Spektrum der Wissenschaft"

Inhaltsverzeichnis: hier

Donnerstag, 21. Februar 2008

H.-J. Markowitsch: Dem Gedächtnis auf der Spur


Nun ist es wieder da: Das Grundlagenbuch, welches ich vielen empfohlen hatte, allerdings zunächst einmal vergriffen war. Über eine erneute Leseranfrage habe ich festgestellt, dass es wohl seit Ende 2007 wieder zu haben ist:

Hans-Joachim Markowitsch beschreibt in seinem Buch wie unser Gedächtnis funktioniert. Die dort dargestellte Gedächtnistheorie geht auf die Schule von Endel Tulving zurück. Prof. Dr. Markowitsch verbrachte mehrere Forschungsaufenthalte bei Prof. Dr. Tulving am Rotman Research Institute in Toronto. Die "Tulving/Markowitsch - Gedächtnistheorie" ist bislang noch die einzige in sich abgeschlossene Theorie über die Funktionsweise des Gedächtnisses beim Menschen. Sie geht zurück auf die langjährige Arbeit der beiden Forscher an Patienten mit Gedächtnisstörungen.

So enthält das Buch - neben spannenden Fallbeschreibungen jener Patienten - auch einen geschichtlichen Abriß auf dem Weg zur Entstehung der heute gültigen Gedächtnistheorie. Obwohl dieses Buch für Laien oft schwer verständliche Inhalte enthält, ist es leicht verständlich und unterhaltsam geschrieben.

Prof. Dr. Markowitsch besitzt neben seinem unstillbaren Forscherdrang und seiner Spezialisierung auf neurophysiologische Vorgänge die Gabe, schwer zu vermittelnde Inhalte methodisch-didaktisch so aufzubereiten, dass auch Leser mit weniger Vorkenntnissen seinen Ausführungen sehr gut folgen können.

Wer, wie ich, die Chance hatte bei ihm zu studieren, weiß, dass seine Lehrveranstaltungen immer hochinteressant und vor allem gut verständlich waren (sind).
Das bei Psychologiestudenten vielfach gefürchtete "schwere" Fach "Physiologische Psychologie" verlor dank seiner Veranstaltungen für viele den Schrecken. Nicht nur ich verdanke ihm mein nicht nachlassendes Interesse an den Neurowissenschaften.......

Das Buch "Dem Gedächtnis auf der Spur" - Vom Erinnern und Vergessen wurde von ihm speziell für Studienanfänger und für die am Thema interessierte "Laienleserschaft" geschrieben. Herausgekommen ist ein Buch, welches sowohl Laien, als auch Fachwissenschaftler mit Gewinn lesen. (Lt. wiss. Studien lesen nämlich auch Wissenschaftler lieber "gut verständlich geschriebene" Bücher ;-))

Inhaltesverzeichnis

  • Gedächtnis
  • Formen und Facetten Gedächtnis in heutiger Sicht
  • Varianten von Gedächtnis bei Tier und Mensch
  • Gedächtnisverarbeitung im Gehirn
  • Anatomie des Gedächtnisses
  • Gedächtnisstörungen nach Hirnschäden und Korrelate funktioneller Bildgebung
  • Beeinflussung des Gedächtnisses durch Psyche und Umwelt
  • Gedächtnisdiagnostik und Gedächtnistrainingstechniken
  • Ausblick: Erinnern und Vergessen
  • Worterklärungen im Glossar
Besonders hervorzuheben ist noch, dass sämtliche Fachausdrücke erklärt werden und diese dank Glossar im Wiederholungsfall nachgeschlagen werden können.

FAZIT:
Ein, nein "das" Buch über das Gedächtnis "gehirn-gerecht" geschrieben

Hans-Joachim Markowitsch
Dem Gedächtnis auf der Spur
Vom Erinnern und Vergessen
WBG-Preis EUR 19,90
Verlagsausgabe EUR 24,90

ISBN 978-3-89678-447-6




Weiterführende Links:

Homepage von Prof.Dr. Markowitsch
Bericht: Erstes Programm - Thema: Plötzlicher Gedächtnisverlust: hier
Gedächtnis und Gedächtnisstörungen. Neuropsychologie des menschlichen Gedächtnisses: hier
Das Ich und die Erinnerung: hier

Sonntag, 17. Februar 2008

Pubertät (2) "Hirnentwicklung in der Pubertät"

Sarah-Jayne Blakemore ist eine der wenigen Forscherinnen, welche sich mit der geistigen Entwicklung und ihren Veränderungen im Gehirn, während der Pubertät befasst. Im Buch "Wie wir lernen - Was die Hirnforschung darüber weiß" werden dieser Altersphase 16 Seiten ! gewidmet. Hauptsächlich auf die dort vorgetragenen neuen Erkenntnisse stützen sich auch meine Ausführungen:

Die Pubertät scheint sowohl für die Betroffenen, als auch deren Umgebung die schwierigste aller "kindlichen" Altersphasen zu sein. Sie ist gekennzeichnet durch folgende Merkmale
  • Lösungstendenz vom Elternhaus und der Eltern - und Erwachsenenmeinungen
  • Neigung zu "überzogenen" Emotionen und emotionalen Reaktionen
  • Zeiten der Selbstverunsicherung und Selbstfindung
  • starke hormonelle Umstellungen und Umbauaktivitäten im Gehirn
  • zunehmende Verstelbständigung verbunden mit dem Druck zur beruflichen Orientierung
Wie kommt es zu solch relativ drastisch erlebten Veränderungen während der Pubertät?

Umbauaktivitäten im Gehirn
Hier konnte die so genannte kognitve*(1)Neurowissenschaft ein wenig Licht ins Dunkel bringen.
Im Zentrum steht dabei die Weiterentwicklung des Frontalhirns* (2), die Verringerung der grauen Masse*(3) zugunsten der weißen Masse (4) des Gehirns während der pubertären Entwicklungsphase.

Die Weiterentwicklung des Frontalhirns
Die Weiterentwicklung des Frontalhirns endet dabei nicht - wie früher angenommen - mit dem Eintritt ins Erwachsenenalter, sondern entwickelt sich auch im Erwachsenenalter durch Lernen und Erfahrung ständig weiter.
Das Frontalhirn ist diejenige Region im Gehirn, welche sich am spätesten entwickelt. Dem Frontalhirn werden dabei verschiedene wichtige Funktionen zugeschrieben:
  • Fähigkeit unpassendes Verhalten zu unterdrücken
  • Planungsfunktion
  • Entscheidungen treffen
  • Informationen im Kopf behalten
  • Zwei Dinge gleichzeitig tun
Man weiß aus der Untersuchung von Gehirnen verstorbener Kinder und Jugendlicher, dass das Frontalhirn bei Kindern anders beschaffen ist, als das Frontalhirn bei Jugendlichen.

Dabei kommt nun die Umwandlung von der grauen zur weißen Masse *(2) ins Spiel. Die weiße Masse ist leistungsfähiger als die graue Masse:
Die weiße Masse enthält schnellere und damit funktionsfähigere Nervenverbindungen. Kennzeichen der weißen Masse ist die Myelinisierung*(4) der Nervenbahnen, weswegen die vormals graue Hirnmasse unter dem Mikroskop weißlich aussieht. Die Myelinisierung bewirkt eine 50fache Beschleunigung der Nervenleitung!

Aus diesem Grunde gehen Wissenschaftler davon aus, dass der kognitive Leistungsabfall zu Beginn der Pubertät auf die Umwandlungsprozesse der grauen zur weißen Masse zurückzuführen sei. (da in der grauen Masse "gespeicherte" Funktionen vermutlich verloren gehen). [ Studie von R. McGivern & al., San Diego State University] Hinzu kommen dann noch die Auswirkungen der hormonellen Umstellung (Aggressionszunahme bei Jungen, emotionale Instabilität bei Mädchen)
"Die Forscher brachten diesen pubertären Leistungsabfall mit der raschen Vermehrung der Synapsen in Verbindung, zu dem es zu Beginn der Pubertät kommt. [..] die Entwicklung des Frontalkortexes nicht linear verläuft, sondern sich während der Pubertät zunächst verlangsamt, dann aber die ganze Adoleszenz hindurch sehr rasch fortschreitet. Diese nicht lineare Entwicklung könnte auf eine gleichzeitig stattfindende Reorganisation des Gehirns hindeuten, bei der es zunächst zu einer vermehrten Synapsenbildung in den Frontallappen und danach zum "Ausjäten" von ungenutzten bzw. zur Festigung von genutzten Synapsen kommt." (Zitat aus Blakemore/Frith: Wie wir lernen, S. 171/172)


Das - so muss man zugeben - sind doch sehr schöne und plausible Erklärungen. Jedoch gerade bezüglich des pubertären Leistungsabfalles, müssen diese noch mit höchster Vorsicht betrachtet werden:

"Man darf nicht vergessen, dass dieser pubertäre Leistungsabfall bis jetzt nur bei einer einzigen Studie gefunden wurde"(ebd. S. 172)
FAZIT:
Was uns bleibt, sind die organisch nachgewiesenen Veränderungen im Frontalhirn (graue Masse => weiße Masse), das Wissen, dass der größere Anteil an weißer Masse eine größere geistige Leistungsfähigkeit bewirkt, da die Nerven schneller leiten.

Ebenso bleibt die Gewissheit, dass Hormone das Verhalten beeinflussen und die hormonelle Situation gerade in der Pubertät starken Schwankungen unterworfen ist.


Weiterführende Literaturempfehlungen

http://neuropaedagogik.blogspot.com/2008/01/wie-wir-lernen-was-die-hirnforschung.html
Seite 160 ff.: Das adoleszente Gehirn- Was verändert sich nach der Pubertät usw.
Sarah-Jayne Blakemore, Uta Frith

Wie wir lernen
Was die Hirnforschung darüber weiß

ISBN: 978-3-421-05922-2

€ 24,90 [D] / SFr 43,90
DVA Sachbuch, Februar 2006


Seite 41 ff.: Das Gehirn: Aufbau und Funktionen
Biopsychologie. Ein Lehrbuch
Thomas Köhler Gebundene Ausgabe - Kohlhammer (Dez 2001) - 430 Seiten
ISBN 317016984X - ISBN-13 9783170169845 (vergriffen, aber bei versch. Anbietern erhältlich - siehe Preisvergleich bei http://bookbutler.de)


Preiswertestes Angebot zur Zeit bei Jokers für 9.95 € + Versand erhältlich: hier


http://neurowissenschaften.blogspot.com/2008/01/buchempfehlung-lehrbuch-zur.html

Seite 453 ff.: Ausführliche Darstellung zu den Entwicklungs- und Risikofaktoren im Jugendalter:
Petermann, Niebank, Scheithauer

Entwicklungswissenschaft
Entwicklungspsychologie - Genetik - Neuropsychologie
2004, XVI, 625 S. 182 Abb., 45 Tab., Geb.

ISBN: 978-3-540-44299-8 - 14,95 €


Linkempfehlungen:
About Sarah-Jane Blakemore: group leader cognitive neuroscience
http://www.icn.ucl.ac.uk/dev_group/people.htm
Study results from S.-J. Blakemore:
Ground-breaking British research has revealed that teenagers' brains change during adolescence much more than had previously been though
http://www.guardian.co.uk/science/story/0,3605,1640240,00.html
It’s not just the hormones, says Vivienne Parry. During puberty teenagers’ brains are undergoing a radical readjustment
http://www.dimaggio.org/Eye-Openers/young_people.htm

Fussnoten:
___________________________________________________________________________________________

*(1)http://www.sign-lang.uni-hamburg.de/projekte/slex/seitendvd/KonzeptG/L52/L5255.htm
"Der Begriff kognitiv stammt aus der Psychologie und bezeichnet solche Funktionen des Menschen, die mit Wahrnehmung, Lernen, Erinnern und Denken, also der menschlichen Erkenntnis- und Informationsverarbeitung in Zusammenhang stehen. Neben den kognitiven Funktionen sind die emotionalen Gesichtspunkte und der Bereich der Motive für die menschliche Erkenntnisverarbeitung von Bedeutung."
*(2) Ausführliche Erläuterungen zu Frontalhirnfunktionen: hier
*(3) Kurze Erläuterungen zur grauen und weißen Substanz: hier
*(4) Myelinisierung: hier

Um zukünftige Beiträge noch besser auf Ihre/Deine Bedürfnisse abzustimmen, mache ich diese Umfrage. Je mehr Teilnehmer abstimmen, um so eher habe ich eine Orientierung.
Und wer noch mehr Stellung nehmen möchte, den lade ich ganz herzlich zur Diskussion "Was sind "gute" Wissenschaftsblogs ein: http://wissenschaftsblogs.blogspot.com



Sonntag, 10. Februar 2008

Pubertät (1): Was hat der Neurotransmitter "Dopamin" mit der Pubertät zu tun?

Die "Pubertät" und damit verbundene Erscheinungen (Gefühlsschwankungen, Risikofreude, Suchtgefahren etc.) beschäftigt Eltern und Pädagogen seit Generationen. Um so erstaunlicher ist, dass wenig konkrete Forschung, dafür um so mehr Theorien und Hypothesen zur Adoleszenz vorliegen:

Die "Dopamin-Hypothese" als monokausale Erklärung

Manche Erklärungsversuche beziehen sich lediglich auf einen! Faktor (z.B. die sog. Dopamin-Hypothese: hier) und behaupten dass Depressionen, Risikofreude etc. auf die in dieser Zeit angeblich zurückgehende "Dopaminproduktion" zurückzuführen sei. Solche Erklärungen nennt man monokausal (wörtl. übersetzt eine Ursache).

Zur Erklärung: Dopamin ist ein Neurotransmitter (= Überträgerstoff) unter vielen Neurotransmittern und zählt zu den Monoaminen (Eiweiße). Dopamin wird eine anregende Wirkung zugewiesen und wird durch seinen angeblichen Mangel während der Pubertät u.a. für das sog. "sensation-seeking" (= Suche nach starken Empfindungen*) verantwortlich gemacht. Da man aber noch weitere (unbekannte) Neurotransmitter vermutet, welche eine ähnliche Wirkung entfalten (könnten) und sich die Art und Menge des Dopamins bei Pubertierenden schwer messen lässt, tappt man hier eigentlich noch im Dunkeln. Allerdings liefert das Dopamin eine leicht verständliche Erklärung und das dürfte der Grund sein, warum die Dopamin-Hypothese so gerne herangezogen wird. Unter Entwicklungspsychologen und Neurowissenschaftlern wird diese Hypothese kontrovers diskutiert.


Solche monokausalen Erklärungsversuche erweisen sich dementsprechend bei näherem Hinsehen für unzulänglich, wenn es um die Erklärung komplexer Erscheinungen geht:

In der Pubertät verändert sich das Selbstkonzept. Jugendliche "suchen" nach ihrer "Identität". Sie stellen überkommene Werte und Normen in Frage, handeln risikofreudig und emotional. Im Jugendalter geschehen die meisten, oft unvermeidbaren Suizide (gemäß der unten genannten Jugendstudien). Die Gefühlsschwankungen sind - je nach Veranlagung - drastisch. Migrantenkinder haben zudem das Problem einer uneindeutigen ethnischen Identität. Kurz gesagt, es ist eine Zeit eines starken Umbruchs.

Warum gibt es dennoch so wenig Forschung zur Entwicklung der sozialen und kognitiven Kompetenzen (= Entwicklung der geistigen Fähigkeiten*) im Jugendalter? Darüber kann man nur staunen. Ebenso wie man sich wundern kann, dass die eher unkomplizierten Entwicklungszeiten (Vorschulalter + Grundschulalter) hingegen stark im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen und etliche bildungspolitische Anstrengungen unternommen werden, um diese Altersklassen zu "versorgen". Währenddessen werden Eltern und Pädagogen mit Pubertätsproblemen allein gelassen (die PISA-Studie bezieht sich v.a. auf die Zeit während der Pubertät, während in der Grundschulstudie (IGLU) Deutschland im Ländervergleich gut abschneidet!)

Ich weiß, alles zusammen genommen, sind die psychologischen und neurowissenschaftlichen Erkenntnisse zum Jugendalter sehr "dünn". Unten habe ich zur Vertiefung einige informative Internetadressen und Literatur zusammengetragen:

Internet:
  • Überblick: Entwicklungstheorien zum Jugendalter: hier
  • Entwicklungsfragen und –risiken im Jugendalter: hier
  • Stichwortartiger Überblick zur Züricher Jugendstudie: hier
  • Züricher Jugendforschung: Entwicklungsrisiken im Jugendalter: hier
Literatur:

Flammer, A., & Alsaker, F.D. (2002). Entwicklungspsychologie der Adoleszenz. Bern: Huber.
Rita Kohnstamm (1999) Praktische Psychologie des Jugendalters. Bern: Huber

Rita Kohnstamm erläutert die Entwicklungsprobleme im Jugendalter praxisnah und leicht verständlich . Das Buch ist daher für "Praktiker" sehr gut geeignet. Weitere Informationen zum Buch und zum Jugendalter: hier

Im nächsten Post berichte ich über "weitere"neurowissenschaftliche Erkenntnisse zum "adoleszenten Gehirn".

Um zukünftige Beiträge noch besser auf Ihre/Deine Bedürfnisse abzustimmen, mache ich diese Umfrage. Je mehr Teilnehmer abstimmen, um so eher habe ich eine Orientierung.
Und wer noch mehr Stellung nehmen möchte, den lade ich ganz herzlich zur Diskussion "Was sind "gute" Wissenschaftsblogs ein: http://wissenschaftsblogs.blogspot.com